Kinder:

1. Die Kinder werden von Streikintervall zu Streikintervall je nach Lage in wechselnden Einrichtungen untergebracht.

2. Von zahlreichen Eltern wird berichtet, dass ihre Kleinkinder (unter 3) in Not-KITAs ohne entsprechende Infrastruktur, Wickelräume o.ä. untergebracht werden. Ähnliches gilt für behinderte Kinder.

3. Es sind Fälle bekannt, in denen behinderte Kinder von Not-KITAs abgewiesen wurden.

4. Zahlreiche Eltern berichten über verstörte und gestresste Kinder, unruhige Nächte, chaotische Tagesabläufe und rückfälliges Bettnässen.

Dazu kommt generell das Empfinden der Kinder, sich von ihrer KITA ausgegrenzt und nicht mehr gewollt zu fühlen. Dies betrifft z.B. auch die Vorschulkinder, deren heiß ersehnte Abschlussaktionen z.T. ersatzlos gestrichen wurden.

Eltern:

1. Einige Eltern berichten, dass sie um ihren Arbeitsplatz fürchten. In Einzelfällen ist es anscheinend auch schon dazu gekommen.

2. In einem Dilemma sind Lehrer, die sich zur Schulzeit keinen Urlaub nehmen können. Hinter vorgehaltener Hand wird den Lehrern geraten sich krank zu melden, wodurch wir weitere Betroffene, nämlich die von Unterrichtsausfall betroffenen Schulkinder haben. Die Situation ist wegen der bevorstehenden Zeugnisse noch verschärft.

Erzieherinnen und Erzieher:

1. Die Erzieherinnen berichten, dass sie selbst vom Streik völlig überrascht worden sind. Sie erhalten kurzfristig von der ver.di Zentrale Anweisungen wann und wo gestreikt wird.

2. Die Erzieherinnen wissen genau um die Not der Kinder, sie fühlen sich durch die Situation selbst in einem Dilemma.

3. Die Erzieherinnen ersehnen ein baldiges Ende des Streiks damit wieder Ruhe einkehrt und die gewohnten Arbeitsabläufe wiederhergestellt werden.