| 176 | |  Name: | Becky
(beckmann_family@yahoo.com)
| | Datum: | Fr 28 Aug 2009 23:23:26 CEST | | Betreff: | Es geht weiter....... | | | Ich laß Folgendes mal unkommentiert stehen:
"Caritas fordert mehr Geld für Betreuerinnen privater Kitas
Einen Monat nach Ende der Tarif-Streiks in kommunalen Kindertagesstätten fordern auch Vertreter privater Einrichtungen mehr Geld vom Land. "Wir müssen die Tarife parallel anheben, sonst wandern uns die Mitarbeiter ab", sagte ein Caritas-Sprecher in Münster.
Nach Abschluss der Tarifverhandlungen verdienen Betreuer kommunaler Einrichtungen rd. 120 Euro mehr im Monat. 2010 sei auch für private Träger eine ähnliche Erhöhung nötig. Die Caritas in der Diözese Münster vertritt 760 katholische Kindertageseinrichtungen."
http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2009/08/28/tarifangleichung_fuer_privat-kitas_.jhtml
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| 175 | |  Name: | Ein Vater
(Ein_Vater@gmx.de)
| | Datum: | Fr 28 Aug 2009 14:31:34 CEST | | Betreff: | @ Momo: Ja!!! | | | Ja, ja, und nochmal ja. Dein Beitrag spricht uns aus der Seele, wir unterstützen jeden einzelnen Aspekt. Angefangen bei der Bewertung der Belastungen durch den Streik über die Klassengröße bis hin zu den Aussichten und dem Resümee. Es ist zum Verzweifeln.
Wir ziehen bald um und werden unsere 3 Kinder dann als Konsequenz aus der Art, wie dieser Streik gelaubfen ist, in einer katholischen Kita unterbringen. Aber spätestens im kommenden Jahr steht dann die erste Einschulung an, und wir werden vor demselben Resümee stehen wie Ihr nun.
Immerhin ziehen wir - nicht zuletzt als Konsequenz aus den Aussichten schulischer Art - aus Köln raus in ein nettes kleines Dorf im Umland, wo es noch eine nette Dorfgrundschule mit hoffentlich kleineren Klassen gibt.
Eine Elternlobby wird es in diesem Land nie geben. Autofahrer, Rentner und Haustierbesitzer stehen als Wählergruppe einfach höher im Kurs und sind viel leichter zu befriedigen - siehe Abwrackprämie. Was hätte man wohl mit 5 Milliarden(!) im Bildungswesen anstoßen können. Stattdessen wurden asiatische Autobauer subventioniert, und nachdem der Run vorbei ist, gehen nun die Autohändler pleite, weil in den nächsten 2 Jahren kein Mensch mehr ein neues Auto braucht. Das hätte ich im übrigen schon vorher sagen können - aber diese Pleiten kommen ja erst nach der Wahl.
Fazit: In einem Land, in dem Schnittblumen mit 7% besteuert werden und Babywindeln mit 19%, ist für Kinder und Familien kein Platz vorgesehen in der Lobby... | | | Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag
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| 174 | |  Name: | Becky
(beckmann_family@yahoo.com)
| | Datum: | Fr 28 Aug 2009 13:33:33 CEST | | Betreff: | Antwort auf #173 | | | Was war? Was bleibt? Was kommt? Für die Eltern wird sich nichts weiter ändern,zumindest wird ihnen nichts auffallen, was eine mögliche Veränderung beinhaltet. Die Kommunen werden nun erst einmal die zusätzlichen Kosten anschauen und zusehen, daß nach Bedarfslage entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, was den Gesundheitstarifvertrag angeht.Die werden jetzt sicherlich nicht sämtliche Einrichtungen abklappern und alle ErzieherInnen fragen, was an ihrem Arbeitsplatz verändert werden muss, da muss jede Kollegin nun selbst aktiv werden. Die Zeit wird zeigen,in wieweit dieser Abschluss des neuen Gesundheitstarifvertrages ihren Kindern zugute kommt, denn leider haben zu viele dafür gestimmt, was die kommunalen Arbeitgeber da angeboten und mit den Gewerkschaften Verdi und GEW ausgehandelt haben. Ich persönlich empfand es zu wenig! und es geht mir hier nicht um die paar Kröten, die ich nun jeden Monat mehr in der Tasche haben soll......und es sind wirklich bei mir nur ein paar Kröten. Die Berufsanfänger haben bei dieser tariflichen Auseinandersetzung am meisten profitiert. Die, die jahrelang diesen Beruf ausüben,haben finanziell nicht wirklich mehr in der Tasche.
Schade finde ich, daß Sie Ihre Tochter aus ihrer Kita abgemeldet haben und nun auf eine Tagesmutter vertrauen. 14 Kinder in der Gruppe, davon wie Sie schreiben 8 Zweijährige und 6 etwas ältere Kinder sind für 2 ErzieherInnen wirklich zu viel, lesen Sie sich mal das neue Kibiz durch.Früher gab es minimum 3 Fachkräfte in solchen Gruppen. Haben Sie denn mal in dieser Gruppe hospitiert und sich mal direkt vor Ort angeschaut, was die dort den ganzen Tag leisten?
Auch was Sie zu den schulischen und beruflichen Aussichten ihrer Kinder schreiben,finde ich fragwürdig. Haben Sie sich ein Bildungssystem für ihre Kinder wie in den skandinavischen Ländern vorgestellt? Ehe man Kinder in die Welt setzt ( und vor 2 Jahren wußten alle bereits, daß Kibiz kommt),hätten Sie sich vielleicht ( und andere Eltern auch) mal vorher durch den Kopf gehen lassen, was auf einen zukommt. Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit: "Und sowas soll Erzieherin sein" etc.....oder "Wie können Sie as sagen,sind sie überhaupt Mutter?" Ich beantworte Ihnen diese Fragen gerne vorab: Ich bin mit Leib und Seele seit vielen Jahren Erzieherin,habe in allen Bereichen und Betreuungsformen gearbeitet und entsprechende Erfahrungen gesammelt und.....ja! Ich bin Mutter von 3 (!) Kindern,von denen 2 bereits in der Schule sind und mein Jüngster noch in seiner Lieblingskita ist, in die er auch weiterhin gehen darf.
Ihrem letzten Absatz kann ich ausnahmsweise voll und ganz zustimmen. | | | Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag
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| 173 | |  Name: | momo
(@momo1460@web.de)
| | Datum: | Do 27 Aug 2009 23:51:01 CEST | | Betreff: | was war? was bleibt? was kommt? ein elternstreik für bessere bildung?! | | | ich möchte hier endlich noch mal den initiatoren dieser seite von herzen danken für ihr engagement und ihre mühe. für uns als betroffene eltern war die website vom elternstreik nicht nur die wichtigste informationsquelle in einer wirklich belastenden, aufreibenden zeit für alle vier familienmitglieder, (zwei ehemalige kita-kinder, 6 und 2j). manchmal war es auch einfach eine emotionale stütze zu lesen, wie es anderen familien ging und wie sie mit der situation umgingen. nun geht unser großer in die schule. die kleine haben wir aus ihrer kita abgemeldet. sie bleibt erst mal bei der tagesmutter, an die sie sich von heute auf morgen zwangsweise gewöhnen musste. was bleibt, sind die zweifel (verzweiflung?) am deutschen bildungssystem. unsere kleine sollte im neuen kita-jahr mit acht anderen zweijährigen plus fünf etwas älteren in einer gruppe betreut werden. von de facto meist nur zwei erzieherinnen, die sich - wie wir begriffen haben - dadurch gefrustet, entnervt, überlastet und unterbezahlt fühlen. welchem kind mutet man das freiwillig zu? der große sitzt nun mit 28 weiteren in einer klasse. dort wird nach nur vier jahren separiert (vermeiden wir mal das hässliche wirt "selektiert"), wer auf realschule oder gymnasium geht, oder wer gleich ganz rausgekickt wird aus dem sich immer schneller drehenden chancenkarussell. im günstigsten fall heißt es dann vielleicht gymnasium "G8", also abi mit 18. dann bachelor-schmalspurstudium bis 21. und dann ab ins berufsleben, schaffe, schaffe, bis zur rente mit 67 - und zwar u.a., um die staatsschulden- wieviele hundert milliarden euro waren es doch gleich ?- durch die finanzkrise abzuarbeiten... da bleibt natürlich wieder kein geld für bessere bildungschancen....also, so hatten wir uns die zukunft unserer kinder nicht vorgestellt. Unser persönliches Resümee lautet: köln braucht ganz dringend einen stadtelternrat. Aber das ganze Land bräuchte außerdem einen fortlaufenden eltern-kinder-streik für bessere bildung und ausbildung. | | | Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag
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| 172 | |  Name: | Angelika Mauel
(amauel@gmx.de)
| | Datum: | Do 27 Aug 2009 18:11:37 CEST | | Betreff: | Schweigen oder nicht? | | | Solange das Forum nicht geschlossen ist, besteht eigentlich die Chance, dass Eltern von schon eingewöhnten Kindern und Eltern von Kindergartenneulingen sich austauschen. Eltern könnten auch Erzieherinnen bitten, sich nach der Streikzeit mal das Forum anzusehen. - Oder ist alles in Ordnung, bloß weil die Kindertagesstätten wieder planmäßig geöffnet haben? | | | Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag
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| 171 | |  Name: | Ursula Lerche
(UrsulaLerche@gmx.de)
| | Datum: | Sa 22 Aug 2009 00:10:09 CEST | | Betreff: | Zustimmung | | | 55% der Beschäftigten im Sozial-und Erziehungsdienst haben dem Tarifergebnis zugestimmt.
Darüber bin ich froh, da es für mich zeigt, dass die Vernunft gesiegt hat.
Liebe Frau Kranz-Gier, trotz unserer unterschiedlichen Sichtweisen an manchen Stellen haben wir, wie sie sagen doch einige Wertvorstellungen gemeinsam und die hoffentlich mit vielen anderen Eltern und Erzieherinnen.
Den Satz im letzten Beitrag, wir haben streiken jetzt gelernt empfinde ich als nicht dazu angetan Vertrauen da wo es leidet aufzubauen.
Sicher wird es nächstes Jahr eine neue Tarifrunde im öffentlichen Dienst geben und zwar für ALLe Beschäftigten, aber da wird es nicht um die Eingruppierungen oder mehr Personal gehen gehen sondern um ein paar Prozentpunkte.
Ob und in welchem Umfang das zu Streiks führen wird sei noch dahingestellt.
Ich wünsche mir jedenfall für die Zukunft eine KONSTRUKTIVE ZUSAMMENARBEIT ALLER am Erziehungprozess Beteiligten und möchte mich nun auch von hier verabschieden mit einem sinngemässen Zitat aus dem Kleinen Prinzen
Du bist verantwortlich für das was du dir vertraut gemacht hast
ciao Ursula
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| 169 | |  Name: | Becky
(beckmann_family@yahoo.com)
| | Datum: | Fr 21 Aug 2009 17:09:14 CEST | | Betreff: | Das wars | | | Hatte ja bereits geschrieben daß das Ergebnis der Urabstimmung ziemlich knapp ausfallen wird. 55% sind leider für den neuen Tarifvertrag.
Ich hatte nie für mehr Geld gestreikt und was beim Gesundheitstarifvertrag herausgekommen ist....naja....da bin ich sehr auf die Umsetzung gespannt,aber so toll wird es auch in Zukunft nicht werden für die ErzieherInnen.
Ich verabschiede mich ebenfalls hier aus dem Forum und hoffe sehr, daß auch die Eltern endlich zur Normalität zurückfinden können. Es ging nie persönlich gegen sie,obgleich es viele als persönlichen Angriff gewertet hatten.
In diesem Sinne wünsche ich allen hier alles Gute.
LG Becky | | | Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag
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